Vegan? Veganer_innen? – Sind das nicht die, die…?!

Wie jede andere Lebensform auch kann die des Veganismuses individuell gestaltet und begründet sein, die Inhalte und Auswirkungen für Mensch, Tier und Umwelt sind aber meist dieselben:Vegan zu leben bedeutet die Vermeidung aller Produkte und Prozesse bei denen [nichtmenschliche] Tiere ausgenutzt und ausgebeutet werden. Somit werden sowohl ,,Lebensmittel'‘ tierlicher Herkunft wie ,,Fleisch'‘, Fisch, Tiermilch, ,,Eier'‘ und ,,Honig'‘ abgelehnt, als auch Kleidung[sstücke] und Kosmetika, welche mit Tierausbeutung in Verbindung stehen, vermieden. Folglich wird versucht, diese durch leidfreie Alternativen zu ersetzen.

Gründe für einen veganen Lebensstil sind unterschiedlich – allen voran steht der Gedanke, anderen Tieren als empfindungsfähigen Individuen dieselben Rechte auf Selbstbestimmung und Freiheit zuzusprechen, wie uns selbst. Ethisch gesehen sind nichtmenschliche Tiere weder Ware oder Besitztum noch haben sie sich menschlichen Tieren unterzuordnen. In unserer Gesellschaft gehört es zur Norm, dass der Mensch Tiere als ,,Nutztiere'‘für den eigenen Profit gefangen hält, diese für seine Machenschaften ausbeutet, letztendlich ermorden lässt und sich somit über alle anderen Spezies stellt[Speziesismus].

Gleichzeitig aber ist auch die Nahrungsmittelproduktion für Veganer_innen geringer – durch den Umweg des tierischen Organismus geht Nahrungsenergie in Form von Protein verloren(sogenannte Veredelungsverluste).

Weiter wird für einen Konsum von pflanzlichen Lebensmitteln weniger Trinkwasser verbraucht als für einen omnivoren; im Schnitt wird für die ,,Herstellung'‘ von einem Kilogramm ,,Fleisch'‘etwa 100mal mehr Wasser verbraucht als für 1kg Getreide oder Gemüse.

Aber auch die Beeinträchtigung des Klimas bleibt um einiges geringer – für die Tierzucht werden Wälder für Ackerland und Weiden gerodet; die Treibhausgase stammen zu 18% aus der Landwirtschaft und stellen somit mehr als der gesamte Verkehr dar und nicht zuletzt wird das Klima durch das ausgestoßene Methan der Kühe geschädigt – und zwar um 13mal stärker als bei Gemüse.