Archiv für Juli 2010

Solidarisch mit der Besetzung.

Räumung der Feldbesetzung in Wietze – Termin bekannt

Aus sicheren Quellen wurde uns der Termin für die Räumung der Feldbesetzung in Wietze bekannt. Zwischen dem 15. und dem 23. Juli soll diese stattfinden. Also ab morgen. Die BesetzerInnen rufen dazu auf, auf das Feld zu kommen und gemeinsam die Räumung zu verhindern, wie das vor wenigen Wochen bei der geplanten Räumung des AZs in Köln auch erfolgt ist.

Der Unterschied ist hier nur, dass Rothkötter schon ab Anfang August mit dem Bau von Europas größtem Geflügelschlachthof beginnen will. Um dieses Wahnsinnsprojekt zu verhindern ist jetzt der richtige Zeitpunkt um den Widerstand in die Breite zu tragen. Mit vielen Menschen der Räumung entgegentreten, vielerorts direkte, kreative und solidarische Aktionen gegen den Schlachthof machen. Denn wenn dieser Schlachthof erstmal gebaut wird, werden auch die 420 Massentierhaltungsanlagen zu je 400 000 Hähnchen gebaut werden die der Schlachthof benötigt um ausgelastet zu sein.

Egal ob es um das Millionenfache quälen und verachten von Lebewesen geht, welches durch dieses Projekt entsteht, um die Umweltauswirkungen vor Ort, durch die Verseuchung der gesamten Umgebung mit Ammoniak, oder um die globalen Umweltauswirkungen, zum Beispiel durch die Vernichtung von Regenwäldern für den Anbau von Sojaplantagen, oder um die Verminderung der Lebensqualität der AnwohnerInnen durch Gestank und Verkehr, dieses Projekt ist in jeder Hinsicht der reine Irrsinn. Wer zur Räumung keine Zeit hat kann auch zur Aktionswoche kommen, welche auch trotz der Räumung noch stattfinden wird, vom 30 Juli bis zum 8. August. Um einen Ausweichsort wird sich noch gekümmert.

Kommt zur Räumung und stellt euch diesem Projekt in den Weg, überlegt euch Blockadeformen, oder andere Aktionen. Streut die Informationen über den Bau des Schlachthofes und den Widerstand. Greift Massentierhaltungsanlagen vor Ort an. Werdet kreativ, werdet direkt!

festhalten

[04.07.10] Sonntagsvortrag

Letzten Sonntag kamen wir also zusammen um uns über die Ereignisse in
und um Wietze auszutauschen.
Im Infovortrag wurden zuerst lokale wie auch globale Folgen bedingt durch
(industrielle) Tierhaltung am aktuellen Beispiel erläutert, auf die
Ausbeutung aller betroffenen Tiere eingeangen aber auch sehr intime
Erfahrungen und Eindrücke von der Besetzung, also dem Gegenstück bzw. dem Widerstand gegen die geplante Schlachtfabrik, selbst dargestellt.
Bei leckeren veganem Essen wie gefüllten Blätterteig-Taschen, über
Bienenstich und Walnuss-Kuchen bis hin zu kleinen Oliven-
Lupino_Snacks ließ es sich natürlich viel angenehmer und
entspannter zuhören. So kam es dann auch zu interessanten Fragen
und Diskussionen, die, wie wir hoffen den anwesenden Menschen den
Tag bereichert haben und weiter vielleicht sogar dazu beitragen, dass in weiteren Städten Infoveranstaltungen wie diese und anderes mehr auf die Beine gestellt wird.

In diesem Sinne: Schlachtfabriken wegkicken, Mastanlagen an den Kragen!

nebel.