Vortrag am 26.10 im Infoladen Ulm

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Tripple Oppression, Intersektionalität und Speziesismus

In den USA hat sich in den 70er Jahren eine eigenständige black feminist Bewegung etabliert, weil der Mainstream der weißen Feministinnen zu ganz anderen und sogar gegensätzlichen Forderungen kamen. Das lag vor allem daran, dass die weißen Frauen aus höheren Schichten kamen als die schwarzen und so Diskriminierungen aufgrund der sozialen Herkunft und der Hautfarbe irgnorierten. Die schwarzen Feministinnen erweiterten also ihren Ansatz der Kritik an Seximus um Rassismus und classism (dt. manchmal Sozial-Rassismus genannt). Dieser Ansatz wurde unter dem Namen „tripple oppression“ bekannt. Während dieser Ansatz sich auf drei Unterdrückungsformen beschränkte, begann in den 90ern in der Wissenschaft der weitreichendere Begriff „Intersektionalität“ zu boomen. Dieser leitet sich von intersection also „Kreuzung“ ab, und ist eine Metapher der Juristin Kimberlé Crenshaw (1989/2010).
Es geht darum, mehrere Unterdrückungsformen und Ausgrenzungsideologien zu untersuchen, die sich überschneiden können, ineinander verwoben sind und sich gegenseitig beeinflussen. Zu den bereits angesprochenen kommt beispielsweise Ausgrenzung aufgrund von Behinderungen, Religionszugehörigkeit, Alter, sexuelle Orientierung usw.
Seit den 90ern wird Versucht die Ausbeutung der Tiere als eine dieser Unterdrückungsformen neben den vielen anderen zu analysieren. Dazu gibt es in der klassischen politischen Literatur viele Ansatzpunkte. Bereits Rosa Luxemburg hat in ihren Briefen immer die Ausbeutung von Tieren mit der Situation der Arbeiter_innen oder ihrer eigenen im Gefängnis verglichen (mehr dazu auf der Homepage der Antispe Tübingen). Der Internationale Sozialistische Kampfbund, der Widerstand gegen die Nazi organisierte, berücksichtigte auch die patriachale Herrschaft innerhalb der Arbeiterschaft und die Herrschaft über die Tiere. Max Horkheimer beschrieb in seinem Text „Wolkenkratzer“ die Ausbeutungshierarchie, wo Tiere unterhalb aller Menschen die schlimmste Ausbeutung erleben müssen. Auch in Adornos Schriften lassen sich Ansätze finden, wie Herrschaft über die Natur und Tierausbeutung zur Herrschaft über Menschen, zu Rassismus und Antisemitismus beitragen (mehr auf der Textspalte der Homepage der TAN).
Sowohl im Forschungsbereich der im englischsprachigen Raum bereits etablierten human-animal-studies als auch von linken und herrschaftskritischen Tierrechtsgruppen wird die Ausbeutung der Tiere mithilfe des Begriffes „Speziesismus“ beschrieben und in einen kapitalismus- und herrschaftskritischen Kontext gestellt. Politische Tierrechtsgruppen oder herrschaftskritische Gruppen die ihre Kritik auf Tiere und Natur ausweiten, verwenden Speziesismus als Bezeichunung der Ideologie der Ausbeutung und Unterdrückung von Tieren, wo diese nicht für die Existenz des Menschen notwendig sind.
So können sie wie andere linke Gruppen auch eine progressive Politik machen und gleichzeitig für Tierrechte oder Tierbefreiung kämpfen.
Wie es die klassische linke Literatur häufig aufzeigt, kann der Kampf gegen die Ausbeutung der Menschen sogar bereichert werden, indem die Ausbeutung der Tiere einbezogen wird.
Die Diskussion um Intersektionalität ist für linke Tierrechtsgruppen und herrschaftskritische Gruppen mit einem Anspruch, der auf Tiere ausgeweitet
ist, ein wichtiger Ansatz, da Speziesismus neben allen anderen Ausbeutungs- und Unterdrückungsideologien analysiert und bekämpft werden kann.
Die Intersektionalität verhindert dabei eine menschenfeindliche Positionierung, welche unter einigen Tierrechtsgruppen leider immer wieder vorkommt.

Referent*in: Andre Gamerschlag

Ort: Infoladen Ulm

Wann: 26.10.11 ab 19 Uhr

Veranstaltet von Tierrechtsaktion Ulm und SJD – Die Falken

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Im Rahmen der 2ten Feierwoche gegen Repression vom 06.10 bis 16.10 veranstalten wir einen Filmabend mit Soli-Küche.
Das heißt, Infos über aktuelle Repression, vegane Küche für Alle und einen Film mit Bezug auf Tierbefreiung!

Bis jeder Knast und jeder Käfig leer ist!

Sonntag den 16. Oktober
Ab 17:00 Uhr KüfA
Ab 17:30 Uhr Film (tba)
im Infoladen Ulm

Veranstaltet von der TierRechtsAktionUlm in Zusammenarbeit mit SJD – Die Falken

totalliberation.blogsport.de Aufruf der Feierwoche, Inhaftierte, etc.
infoladenulm.blogsport.de Adresse, Infos, etc.

no meat, no milk, no masters, no fascists, no cops !

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Der Infoladen Ulm lockt mal wieder mit drei Veranstaltungen, auf die wir hiermit hinweisen:

07.05.11 Befreiungs-Party im Falkenkeller

10.05.11 Bikes‘n‘Bombs against Repression, Ulm City

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13.05.11 Soli-Küche + Film im Kontext der TBF-Feierwoche gegen Repression im Infoladen Ulm

Mehr Infos beim Infoladen!.

infoladen.

totalliberation – gegen knäste, gegen käfige, gegen repressionen*

Es gibt einen neuen blog, für den wir werben wollen.
Er dient dem Aufzeigen der Repression gegen Tierbefreiungsaktivist_innen und soll dieser entgegenwirken. Dazu gibt es in nächster Zeit eine Feierwoche:

Vom 6.-16. Mai 2011 findet die erste Soliwoche gegen Repression statt.
Das bedeutet: Eine Woche feiern gegen Herrschaft und Unterdrückung. Mit der Aktionswoche soll das Thema Repression in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden; mit Infoveranstaltungen, Soliküchen, Partys und was euch sonst noch einfällt, soll über die Tierbefreiungsbewegung und staatliche Repression informiert werden. Da Repression die davon Betroffenen viel Geld kostet (Anwält*innen, Gerichtsverfahren etc.), soll der Erlös der Veranstaltungen komplett in Antirepressionsarbeit fließen und möglichst viele Aktivist*innen der Tierbefreiungsbewegung unterstützen.
Gerichtsverfahren und Klagen von Wirtschaftskonzernen der Tierausbeutungsindustrie werden mehr. Massive Eingriffe in die Privatsphäre durch Überwachung, Hausdurchsuchungen, bis hin zu Inhaftierungen von Tierbefreiungsaktivist*innen, nehmen zu. Menschen, die sich für die Befreiung von Menschen und nichtmenschlichen Tieren einsetzen, sind in immer größerem Ausmaß von staatlicher Gewalt betroffen. Staat und Tierausbeutungsindustrie arbeiten Hand in Hand, wenn es darum geht, Aktivist*nnen finanziell, psychisch und physisch zu ruinieren.
Dem können wir nur mit SOLIDARITÄT begegnen. Wenn die Institutionen von Staat und Wirtschaft glauben, mit Gewalt und Einschüchterungsversuchen die Bewegung für die Befreiung von „Mensch“ und „Tier“ zu schwächen, irren sie sich. Die staatliche Gewalt mag wie ein Schlag in unser Gesicht sein, Hausdurchsuchungen und Gerichtsverfahren mögen uns kurzfristig schwächen und Gefängnisstrafen einige von uns über Jahre unter totale staatliche Kontrolle bringen; stoppen können sie uns damit aber nicht.
Weltweit ist der Trend der Einschüchterung und der Versuch, emanzipatorische Bewegungen zu kriminalisieren, vermehrt erkennbar. Wenn die Herrschenden und jene, die von Ausbeutung profitieren, glauben, uns damit lahmlegen zu können, täuschen sie sich. Wir lassen uns nicht einschüchtern! Wir zeigen, dass Formen von Unterdrückung vielseitig und komplex sind und nicht isoliert betrachtet werden können, sondern miteinander verschränkt sind. Für eine freie und solidarische Gesellschaft muss auf allen Ebenen und immer wieder auch gemeinsam gekämpft werden.
Mit staatlicher und ökonomischer Gewalt wächst unser Widerstand. In diesem Sinne: Wir sehen uns auf den Straßen, in Mastanlagen und Pelzfarmen, vor Tierlabors und Knästen, am Tag und bei Nacht, wir sehen uns im Gerichtssaal, wir sitzen im Publikum ganz hinten oder auch mal ganz vorne, wir lachen, klatschen und schlagen Türen zu, wenn wir uns danach fühlen und freuen uns auf die nächsten Vorstellungen!

Bis jeder Knast und jeder Käfig leer ist!

totalliberation.blogsport.de

11.-13.März 2011 Aktionstage Schmähingen

Wir leiten weiter:
Lasst uns gemeinsam an den Aktionstagen Widerstand leisten und auf die geplante Anlage und Tierausbeutung aufmerksam machen. Noch kann das Bauvorhaben gestoppt werden.

Das Aktionscamp wird in der Umgebung von Schmähingen stattfinden. Treffpunkte werden der Nördlinger/Bopfinger Bahnhof und die Ausfahrt 115 der A7 sein. Andere Treffpunkte oder die Wegbeschreibung erhaltet ihr über die Kontaktmail oder -nummer.

Im Rahmen der Aktionstage wird es eine Demonstration durch das 300 Einwohner-Dorf geben und viele weitere Aktionen, die während den Aktionstagen geplant werden. Des Weiteren sind Workshops und Vernetzungsarbeit geplant. Für das Camp braucht ihr Schlafsachen und wenn möglich kleine Zelte, Fahrräder und Aktionsmaterial. Verpflegung, Infomaterial und viel Motivation wird bereitgestellt.

Weitere Informationen erhaltet ihr unter:
maststop@riseup.net
maststop.blogsport.de
0176/39079057

Um besser planen zu können, wären wir über Rückmeldungen dankbar.

Anti-emanzipatorische Gruppen und Personen sind bei den Aktionstagen nicht erwünscht!

mast

28.01.2010 Gedichtelesung

Der Infoladen im Falkenkeller Ulm hat mal wieder ne Veranstaltung, die wir wärmstens empfehlen können.

Gedichtelesung zur Gesamtscheisse.
Freitag 28.01.2010

lesung

ESCADA lässt komplette Pelzfreiheit bekannt geben!

Die ESCADA SE wird ab Januar 2011 komplett auf die Verwendung von Echtpelz verzichten. Eine entsprechende Mitteilung wurde in Branchenkreisen verbreitet. Auf Anfrage bestätigte Frank Elsner, Beauftragter für Presse und Unternehmenskommunikation, diese Angabgen am 15. Oktober 2010 gegenüber der Escada-Campaign.

Im Wortlaut heißt es: „Mit der Frühjahr/Sommer 2011 Kollektion, die ab Januar 2011 in den Geschäften erhältlich sein wird, verwendet ESCADA keine Pelze mehr. Nachdem ESCADA bereits mit der Prefall 2010 Kollektion, die ab Mai dieses Jahres verkauft wurde, keine Zucht- bzw. Edelpelze mehr eingesetzt hatte, verzichtet das Unternehmen nun komplett auf Pelze, also auch auf Kaninchen und Karakul. Diese Entscheidung ist unbefristet.“

Der Modekonzern hatte bereits im Juni angekündigt, ab der Herbstsaion 2010 auf die Verwendung von „Zuchtpelzen“ zu verzichten. Auf Nachfragen, welche Fellarten diese „Pelzfreiheit“ einschließe, reagierte der Konzern ausweichend oder gar nicht. Klar wurde jedoch bald: Felle bestimmter Tierarten, wie z.B. Kaninchenpelze, sind weiterhin Teil der Kollektionen des Münchner Luxusmodeunternehmens. Die Escada-Campaign rief daraufhin zu einer Wiederaufnahme der Proteste und zu einem internationalen Aktionswochenende gegen den Pelzverkauf des Unternehmens vom 15. bis 17. Oktober auf. Zahlreiche Gruppen weltweit hatten bereits Aktionen angekündigt und gefordert, dass das Unternehmen alle Fellarten, einschließlich Kaninchen- und Karakulfelle, aus dem Sortiment nimmt.

Mit der Entscheidung auch auf die Verwendung von Kaninchenfell und das von der Pelzindustrie verarbeitete persische Lammfell (Karakul) zu verzichten, sieht die Escada-Campaign seine Forderungen an das Unternehmen als vollständig erfüllt und die Kampagne als erfolgreich beendet an. Wir rufen daher dazu auf, die geplanten Proteste am Aktionswochenende und in den kommenden Wochen einzustellen.

Wir danken allen, die sich in der Vergangenheit mit Aktionen an der Kampagne beteiligt haben oder diese anderweitig unterstützt haben.

Escada-Campaign

Global Network Against the Fur Industry

FEUER KLÄNGE UND GUTES ESSEN.

Gerade erreichte uns die Nachricht, dass es am kommenden Samstag, 09.10.2010, wieder im INFOLADEN im Falkenkeller, eine vegane Küche für alle gibt. Ganz ‚‘nebenbei'‘ geht es um ein Solidaritätszeichen für Schwarzfahrer_innen und nicht nur Livemusik, sondern auch eine Feuershow und Cocktails seien beinhaltet, so die Verfasser_innen. Und der Infoladen Ulm schreibt:,,Am Samstag den 09.10.10 auf den Putz hauen !'‘
Dort können übrigens auch Flyer zum Ausdrucken gedownloaded werden.

flyer

Infoladen in Ulm

>>In Ulm eröffnet ein Infoladen

Am Freitag den 24.9. eröffnet in Ulm im Falkenkeller (Donauturm Ende
Schillerstr./Donauufer ) ein neuer Infoladen. ,,Zur Eröffnung ist ein
buntes
Programm von Kaffee und Kuchen über Film,Vortrag und Workshop bis
hin zu einem Konzert mit 2 Liedermachern und anschliessender Musik
zum Tanzen geplant'‘, so Janine Wiesengrund, Sprecherin der Antifa
Ulm/Neu-Ulm.

Der Infoladen wird von antifaschistischen Jugendlichen
selbstverwaltet und dient dazu sich über verschiedene politische
Themen, Linker Politik, Nazistrukturen im Raum Ulm und
Gesellschaftskritischen Texten/ Theorien zu informieren.
Zusätzlich bietet er eine Plattform für Veranstaltungen, Aktionen,
Diskussionen und Informationsaustausch.

Janine Wiesengrund: ,,Bei uns gibt es Mittwochs von 18 – 19 Uhr und
Freitags von 16 -19 Uhr zapatistischen Kaffee und veganen Kuchen'‘

Zweimal die Woche haben Interessierte die Möglichkeit vorbei zu
kommen um sich zu informieren oder einfach nur ein Kaffee
zutrinken oder ein Kuchen zu essen. Zu dem gibt es eine Umsonst-Ecke voll mit
Kleidung, Büchern, oder sonstigem nützlichen Gegenständen.

Mit dem Infoladen soll ein Ort entstehen, der die
antifaschistischen Strukturen in Ulm stärkt und eine Gegenkultur
zum kapitalistischen Alltag schafft.
Dies funktioniert nur mit Unterstützung. Schaut vorbei, bringt
euchein!

Organisiert den antifaschistischen Widerstand!>>
info+umsonst

räumung!

Die Bauplatzbesetzung in Wietze wird seit den frühen Morgenstunden geräumt!
Macht aktionen, zeigt Solidarität – der Widerstand kann viele gesichter haben!!

Heute abend findet eine Solidaritätsdemo in Stuttgart um 19Uhr statt und zwar in der
Königstrasse 4 (Vor Schlemmermeyer)

Demozug dann ab 19:20Uhr
Kommt alle. Kommt laut. !!